2012

Schmerzbezogene Krankengeschichte (Anamnese)

Das wichtigste Instrument in der Diagnostik von TMD ist die ausführliche und systematische Erhebung der Krankengeschichte. Zunächst bedarf es natürlich einer allgemeinen Anamnese zur gesamten Gesundheit. In der dann folgenden speziellen Schmerzanamnese werden die Patienten über Beginn, Verlauf, Art und Begleitumstände der TMD-Beschwerden befragt werden. Wo tut es weh? Wie lange? Wie stark ist der Schmerz bzw. die Beeinträchtigung? Wie ist die Qualität der Schmerzen, z.B. brennend oder dumpf)? Wie ist der zeitliche Verlauf – immer gleich, abhängig von Tageszeit oder sonstigen Umständen)? Welche lindernde oder verstärkende Faktoren sind bekannt? Welche therapeutischen Maßnahmen haben bis jetzt stattgefunden? Mit welchem Effekt? Gibt es weitere schmerzhafte Beschwerden in anderen Körperregionen? Nicht zuletzt gehört zur Anamnese wie immer bei chronischen Schmerzen eine kurze Befragung zur beruflichen und familiären Situation.

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Messung der psychischen Belastung

Bereits während der strukturierten, schmerzbezogenen Erhebung der Krankengeschichte werden mit etwas Empathie und Verständnis psychische Belastungen des Patienten bemerkt. Diese sollten grundsätzlich immer im Rahmen der Basisdiagnostik mit einem kurzen Fragebogen erfasst werden, dem GCS-D (Graduierung chronischer Schmerzen, deutsche Version). Dieser enthält nur 7 unverfängliche Fragen und kann problemlos in der Zahnarztpraxis eingesetzt werden. Der GCS-D ermöglicht eine Unterteilung der Schmerzpatienten in “funktionalen” und “dysfunktionalen” Schmerz. bei der letzten Gruppe hat der Schmerz bereits zu Veränderungen des beruflichen und sozialen Lebens geführt, die bei der Therapie berücksichtigt werden müssen.

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Magnetresonanztomogramm

Das Magnetresonanztomogramm, abgekürzt MRT, ist ein hochauflösendes, bildgebendes Verfahren. Es beruht nicht auf Röntgenstrahlen, sondern auf der Anwendung starker Magnetfelder. Auch über 20 Jahren nach Einführung des MRT sind bis heute keine unerwünschten Wirkungen des MRT bekannt geworden, so dass es als eine sehr sichere diagnostische technik gelten kann. Anders als beim Röntgen lassen sich im MRT nicht nur Knochen, sondern auch Weichgewebe darstellen, z.B. Muskeln, Gelenkkapseln, Gelenkscheiben (Diski), Sehnen und Bänder.

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