Prinzip der Behandlung

Da wir fast nie den genauen Grund für die CMD-Symptome eines Patienten kennen, ist die Therapie nicht kausal –auf die Ursache – ausgerichtet, sondern symptomatisch, also auf Linderung der Symptome. Es hat sich gezeigt, dass zahlreiche, extrem unterschiedliche Therapieverfahren bei CMD wirksam sind, wie es auch bei anderen muskuloskelettalen Schmerzen der Fall ist. Diese reichen von Akupunktur, Verhaltenstherapie, Medikation und Aufbissschienen bis zu Physiotherapie und zahlreichen anderen Therapiemodalitäten. Vor diesem Hintergrund werden in der Schmerztherapie grundsätzlich nichtinvasive, reversible und kostengünstige Therapieformen bevorzugt. Diese Grundprinzipien sollten auch bei der CMD-Therapie eingehalten werden. Gleichzeitig ist es wichtig, bevorzugt solche Therapieformen einzusetzen, die eine aktive Beteiligung des Patienten fördern, weil der autonome, eigenverantwortlich handelnde Patient bessere Heilungschancen hat als der passiv leidende Patient. Wie immer in der Schmerztherapie sollten invasive, nicht reversible und aufwändige Therapieformen nur dann eingesetzt werden, wenn ihr Einsatz aus besonderen Gründen unvermeidlich ist.