Direkte Klebetechnik

Nachdem die ersten Lingualbrackets von den Kieferorthopäden recht unpräzise direkt auf die Zähne geklebt wurden, zeigte sich, dass die direkte Klebetechnik zu größeren Positionierungsfehlern und damit zu unverhältnismäßig viel Aufwand in der letzten Behandlungsphase führte. Aus diesem Grund wurden verschiedene Techniken entwickelt, um die Brackets mit aufwändigen Verfahren im zahntechnischen Labor zu positionieren, um dann dem Kieferorthopäden die Brackets vorpositioniert in einem Übertragungstray in die Praxis zu liefern. Danach können die Brackets in einem vereinfachten Verfahren am Patienten geklebt werden.

Indirekte Klebetechnik

Diese Technik heißt indirekte Klebetechnik, weil die eigentliche Positionierung der Brackets im Labor stattfindet. Laborprozesse zur Vorbereitung des indirekten Klebens sind BEST und DALI (D. Fillion), TARG und CLASS (Lingual Task Force der Firma Ormco), TOP (D. Wiechmann), Hiro-Technik und viele andere. Alle dienen der erhöhten Präzision der Bracketpositionierung und damit der Vereinfachung und Abkürzung der kieferorthopädischen Behandlung. Es ist für Patienten letzten Endes nicht interessant, ob der eine oder andere Prozess leichte Vor- oder Nachteile hat. Wichtig ist vor allem, dass der behandelnde Kieferorthopäde mit dem Prozess vertraut und in der Lage ist, damit effizient zu arbeiten.