Probleme mit der lingualen Zahnspange

Linguale Zahnspangen werden auf den Innenflächen der Zähne positioniert, die normalerweise mit der Zunge in Kontakt sind. Dies ist der Grund dafür, dass bei der Lingualtechnik eine gewisse Irritation der Zunge sowie Artikulations- und Sprachschwierigkeiten häufig auftreten. Oft sind schlecht konstruierte, zu große oder scharfkantige Zahnspangen für die Zungenreizung verantwortlich. Aber auch mit den besten Lingualspangen ist eine Zungenreizung möglich, insbesondere zu Beginn der Behandlung. Patienten mit einer lingualen Zahnspange erhalten immer eine spezielle Art von Wachs, mit dem sie die störenden Brackets abdecken können.

Artikulation

Das Tragen einer Lingualspange kann die Bildung einiger Laute erschweren, was zu einem Lispel-Effekt führt, der für den Patienten sehr hemmend sein kann. Glücklicherweise verschwinden, wie bei einer Zungenreizung, jegliche Sprachstörungen im Allgemeinen nach einer anfänglichen Anpassungsphase von einigen Wochen. Es muss also gesagt werden, dass lingualen Zahnspangen sicherlich nichts für schwache Nerven sind. Aber wenn sich die meisten Patienten erst einmal an ihre Lingualspange gewöhnt haben, wird dieses Problem tendenziell weniger lästig.

Störung der Zungenfunktion

Der einzige Nachteil der Lingualtechnik ist also, dass an den Lingualflächen angebrachte Brackets die Funktion der Zunge so stören können, dass dies bei besonders empfindlichen Patienten zu einer dauerhaften Sprachbehinderung führen kann. In solchen Fällen ist die Lingualtechnik zwar nicht wirklich sichtbar, aber durchaus hörbar. Ebenso klagen besonders empfindliche Patienten zunächst über hartnäckige, wunde Stellen auf der Zunge. Aber nach einer Anpassungszeit von einigen Wochen gewöhnen sich die meisten Patienten so sehr an den Apparat, dass ihre Sprache ganz normal ist und jegliche Irritation der Zunge in der Regel verschwindet. In der Regel ist es zu diesem Zeitpunkt nur noch selten notwendig, die störenden Teile des Geräts mit Schutzwachs abzudecken. Dennoch ist es unbedingt erforderlich, dass die Patienten während der Konsultation, die die Vor- und Nachteile der Lingualtechnik darlegt, über diese Probleme informiert werden. Nur ein aufgeklärter und ausreichend motivierter Patient wird bereit sein, einige kleinere Einschränkungen zu akzeptieren, um eine wirklich unsichtbare kieferorthopädische Behandlung zu erhalten. Das IncognitoTM-Bracket, das in Deutschland (TOP-Labor, Bad Essen) entwickelt wurde und seit Anfang 2004 auf dem freien Markt erhältlich ist, stellt aus Sicht des Patientenkomforts einen großen Schritt nach vorne dar. Das Bracket wird individuell für jeden Patienten mittels CAD/CAM-Technologie hergestellt und zeichnet sich durch eine hochpräzise, flache Form aus, die bisher undenkbar war und zu einer sehr deutlichen Reduzierung von Zungenreizungen und Sprachstörungen führt, so dass diese in der Regel kein großes Problem darstellen. Das IncognitoTM -Bracket wird eigentlich zusammen mit einer Charge von vorgefertigten Drähten geliefert, die auf einer Biegemaschine hergestellt werden, was eine wirtschaftliche Behandlung ermöglicht und den Kieferorthopäden entlastet.

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Am 28.04.2020 wurde in Radio Bayern 2 in der Reihe IQ Wissenschaft und Forschung ein kritischer Beitrag über Kieferorthopädie gesendet, in der u.a. Dr. Madsen zu

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