Approximale Schmelzreduktion

Die approximale Schmelzreduktion ist eine Methode zu Verschmälerung von Zähnen durch Entfernung einiger Zehntelmillimeter Zahnschmelz im Zahnzwischenraum. Im englischen Sprachraum wird von ARS (air-rotor stripping) gesprochen, im deutschen auch von ASR (approximale Schmelzreduktion). Richtig ausgeführt ist die ASR ein sicheres und unschädliches Verfahren, das zur Platzgewinnung oder zum Ausgleich von unterschiedlichen Zahngrößen (Bolton-Diskrepanzen) angewendet wird. International ein seit Jahrzehnten bewährtes Standardverfahren, ist die approximale Schmelzreduktion in Deutschland leider eher eine seltene Prozedur, weil sie in der gesetzlichen Krankenversicherung überhaupt nicht und in der Privaten nur unter größten Mühen und nur teilweise abgerechnet werden kann.

Der Zahnschmelz wird bei der approximalen Schmelzreduktion im Zahnzwischenraum mit diamantierten Metallstreifen und verschiedenen Diamant- und Hartmetallfräsen abgetragen. Ziel ist dabei, die runde Form des Zahns zu erhalten und die Fläche anschließend so zu glätten, dass die Rauhigkeit nicht wesentlich größer als bei unbehandeltem Zahnschmelz ist. Langzeitstudien haben keine Nachteile für die Zähne durch die ASR erbracht, und zwar weder in Bezug auf Temperaturempfindlichkeit noch auf Karies. Es gibt also keinen Anlass, wegen der ASR um seine Zähne zu fürchten. Die ASR ist nicht schmerzhaft, sondern eher in die Kategorie unangenehm, wie etwa das Entfernen von Zahnstein einzuordnen und wird daher in der Regel ohne Lokalanästhesie gemacht.