Bolton-Diskrepanz

Von W. Bolton 1958 beschriebener, häufig vorkommender Größenunterschied der Zähne von Ober- und Unterkiefer. Ab einem gewissen Ausmaß der Bolton-Diskrepanz ist eine Einstellung der Zähne in den Normalbiss nicht mehr möglich. In solchen Fällen ist eine approximale Schmelzreduktion (Verschmälerung) der zu groß geratenen oder eine Verbreiterung der zu klein geratenen Zähne das Mittel der Wahl. Bolton-Diskrepanzen werden in Deutschland in der Regel unbehandelt gelassen, weil die Schmelzreduktion nicht abgerechnet werden kann und die meisten Kieferorthopäden meistens kein Interesse daran haben, mit einer schwierigen Präzisionsbehandlung einem Zahnarzt zuzuarbeiten, der anschließend Veneers oder Eckenaufbauten machen kann.