Kopf-Kinn-Kappe

Die Kopf-Kinn-Kappe ist ein Behandlungsmittel zur Behandlung des Vorbisses des Unterkiefers (Mesialokklusion, Angle-Klasse III). Sie besteht aus einer gepolsterten Pelotte am Kinn, einer Kopfkappe am Hinterkopf und kräftigen Elastikzügen, die diese Teile verbinden. Durch die Kopf-Kinn-Kappe soll das Wachstum des Unterkiefers gehemmt werden. Tatsächlich ist eine Wachstumshemmung mit diesem Gerät nicht möglich, sondern nur eine Rotation des Unterkiefers nach hinten. Da die Kopf-Kinn-Kappe anders als moderne Gesichtsmasken die Mundöffnung einschränkt, ist sie einerseits gesteigert lästig, andererseits gleichzeitig weniger effektiv als diese. Aus diesen Gründen sollte die Kopf-Kinn-Kappe heute nicht mehr eingesetzt werden.