Zahnspange für Erwachsene

Für effektive Korrekturen ist es nie zu spät

Zahnspange für Erwachsene

Leider glauben immer noch viele Menschen, sogar etliche Zahnärzte, dass eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen besonders risikoreich oder gar unmöglich wäre. Wir als Kieferorthopäden wissen jedoch, dass es heute keine Altersbeschränkung für kieferorthopädische Behandlungen mehr gibt.  Ebenso wissen wir auch, dass die Erwachsenenbehandlung auch keine wesentlich größeren Risiken als diejenige von Kindern und Jugendlichen mit sich bringt.

Die Behandlungsdauer ist bei Erwachsenen in der Regel etwas länger, und die Behandlungen werden häufig durch abradierte Zähne, Zahnverluste, Zahnersatz oder durch eine vorher abgelaufene Parodontitis komplizierter. Für die Behandlung mit einer Zahnspange gibt es heute aber überhaupt keine Altersgrenze mehr, und selbst Senioren im hohen Alter sind von uns schon ohne Probleme kieferorthopädisch behandelt worden. Viele Kieferorthopäden behandeln allerdings kaum Erwachsene, weil erwachsene Patienten nicht nur technisch schwieriger zu behandeln sind, sondern oft auch viel Gesprächsbedarf haben. In unserer Praxis in Mannheim ist das Wissen und die langjährige Erfahrung für die kieferorthopädische Behandlung erwachsener Patienten vorhanden, ebenso wie der Wille, dem größeren Aufklärungsbedarf dieser Patienten zu entsprechen.

Vor der Behandlung

Der häufigste Wunsch erwachsener Patienten ist, durch Begradigung der Frontzähne ein besseres ästhetisches Erscheinungsbild zu erreichen. Anders als bei Kindern, die fast immer zu einem perfekten Ergebnis behandelt werden, werden in unserer Praxis bei Erwachsenen tatsächlich oft nur die Frontzähne begradigt, aber z.B. ein Rückbiss oder Tiefbiss unkorrigiert gelassen. Dies ergibt sich aus dem Beratungsgespräch, in dem stets wir die Behandlungswünsche der Patienten erfragen. Mit kleinen, begrenzten Behandlungen wird der Wunsch der meisten erwachsenen Patienten in pragmatischer Weise erfüllt, und gleichzeitig werden unangemessen invasive, belastende und teure Maßnahmen vermieden. Nein, Kieferorthopäden müssen keineswegs immer gleich das ganze Haus neu bauen!

Falls es aber gewünscht wird, können bei Erwachsenen selbst extreme Zahn- und Kieferfehlstellungen in Zusammenarbeit mit speziell ausgebildeten Kieferchirurgen vollständig korrigiert werden. Kieferorthopädisch werden dafür zunächst die Zahnbögen begradigt und koordiniert. Anschließend versetzt der Kieferchirurg einen oder beide Kiefer chirurgisch. Diese Eingriffe – die so genannte Dysgnathiechirurgie – sind seit 50 Jahren Routine, dabei stetig verbessert worden und haben überschaubare Belastungen und Risiken. Unsere Kieferorthopäden in Mannheim können auf große Erfahrung mit komplexen kieferorthopädischen Behandlungen zurückgreifen.
Die große Frage ist bei Erwachsenen stets, mit welcher Zahnspange behandelt werden soll. Bei Behandlungen von geringem bis mittlerem Umfang kommen herausnehmbare, transparente Aligner oder festsitzende Brackets in Frage. Die Entscheidung ist in diesen Fällen allein von persönlichen Präferenzen der Patienten abhängig. Umfangreiche Behandlungen gehen weitaus am Besten mit festsitzenden Zahnspangen, die schnell und präzise alle Aufgaben erfüllen können, ohne das Leben besonders einzuschränken. Aligner wie auch übliche festsitzende Zahnspangen lösen in der Regel keine Sprachbehinderungen aus und sind damit voll alltagstauglich. Auch bei der Alignerbehandlung, vorzugsweise mit Invisalign, haben unsere Kieferorthopäden viel Erfahrung.

Profil vorher
Profil vorher
Patientin vor der Behandlung
Patientin vor der Behandlung
Computersimulation
Computersimulation

Ergebnis nach der Behandlung

Für besonders anspruchsvolle erwachsene Patienten, die sich in der Öffentlichkeit nicht mit einer sichtbaren, festsitzenden Zahnspange zeigen können oder wollen, bieten wir seit 1999 die von außen völlig unsichtbare Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange auf der Innenseite der Zähne an, die so genannte Lingualtechnik, und seit 2001 auch das Invisalign-Verfahren. Invisalign ist ein Behandlungsverfahren mit einer herausnehmbaren, transparenten Zahnspange, die auch von Erwachsenen ganztags getragen werden kann. Sowohl mit der innenliegenden Zahnspange (Lingualtechnik, seit 1999) als auch mit Invisalign (seit 2001) gehören wir zu den ersten Anwendern in Deutschland.

Nach der Behandlung lächelnd…
Nach der Behandlung lächelnd…
…und von der Seite
…und von der Seite

Herausnehmbare oder festsitzende Zahnspange?

Da Kinder und Jugendliche anders als Erwachsene meist nicht aus eigenem Antrieb in die kieferorthopädische Praxis kommen, sondern auf Betreiben des Zahnarztes oder der Eltern, muss bei dieser Patientengruppe besonders auf die Motivation geachtet und das Behandlungskonzept darauf abgestimmt werden. Heranwachsende sollten in der Regel in maximal zwei Jahren behandelt werden, weil danach die Motivation meist stark nachlässt, und Ihre Mitarbeit sollte nicht überstrapaziert werden.

Alles so schön bunt hier: herausnehmbare Zahnspangen sehen lustig aus, bringen aber meistens wenig
Alles so schön bunt hier: herausnehmbare Zahnspangen sehen lustig aus, bringen aber meistens wenig
Der Goldstandard: moderne festsitzende Zahnspange
Der Goldstandard: moderne festsitzende Zahnspange

So wird man Jugendlichen mit herausnehmbaren Zahnspangen meistens nicht gerecht, weil diese Geräte alle stark beim Sprechen hindern und daher in der Regel nicht genug getragen werden können. Mit einer herausnehmbaren Zahnspange sind daher überlange Behandlungen und schlechte Ergebnisse die Regel, und über ein Drittel dieser Behandlungen werden erfolglos abgebrochen. Dazu werden auch die Eltern belastet, die ihre Kinder ständig kontrollieren und ermahnen müssen, ihre Zahnspange zu tragen. Dabei sind die meisten herausnehmbaren Zahnspangen heute komplett überflüssig, da die Kinder ohnehin zum Ende der Behandlung eine feste Zahnspange bekommen. Diese kann aber auch gleich die ganze Behandlung erledigen ohne lange herausnehmbare Vorbehandlung. Die Erklärung für den in Deutschland üblichen Unsinn liegt einerseits in der schlechten Ausbildung der Kieferorthopäden, andererseits in der Gebührenordnung, die lange Behandlungen mit herausnehmbaren Zahnspangen besser honoriert.

Konsequent ist dagegen das Arbeiten mit einer festsitzenden Zahnspange, die außer guter Zahnpflege kaum Anforderungen an den Patienten stellen und zu sehr kurzen Behandlungszeiten führen. Dauert eine aktive kieferorthopädische Behandlung in Deutschland im Durchschnitt 3 Jahre, begnügen wir uns mit 18 Monaten, also etwa der Hälfte dieser Zeit. Die Schlüssel dafür sind ein später Behandlungsbeginn im bleibenden Gebiss, das Weglassen überflüssiger Behandlungsschritte und der konsequente Einsatz moderner, festsitzender Zahnspangen. Auch wenn diese Arbeitsweise für alle Beteiligten am besten ist, ist sie in Deutschland leider die große Ausnahme. International gesehen sind wir aber genau in der Mitte des Stroms und wissenschaftlich sehr gut fundiert.

Unsere junge Patientin vorher…
Unsere junge Patientin vorher…
…und nacher (16 Monate Behandlungszeit)
…und nacher (16 Monate Behandlungszeit)

Non-Compliance Zahnspange

Gerne verwenden wir sogenannte Non-Compliance-Zahnspangen (Non-Compliance bedeutet Nicht-Mitarbeit). Alle Non-Compliance-Zahnspangen haben gemeinsam, dass sie fest eingesetzt werden und ohne Mitarbeit des Patienten in zuverlässiger Weise ihre Wirkung entfalten.

Non-Compliance-Zahnspangen behindern in der Regel weder beim Sprechen noch beim Essen. Eine solche Zahnspange ist deshalb sehr viel kindgerechter als die herausnehmbaren Spangen, die eine ständige Disziplinierung der kleinen Patienten erfordern. Ein erstaunliches Beispiel von Effizienz ist z.B. der unscheinbare und kostengünstige untere Lingualbügel, der fast unsichtbar und kaum spürbar ist: durch seinen rechtzeitigen Einsatz ließen sich in Deutschland Millionen Kinderspangenjahre sparen. Zwei Drittel aller unteren Schneidezahnengstände bei Kindern könnten damit ohne Mitarbeit behandelt werden. Dass dies nicht geschieht, hat – wie oben erklärt – vor allem wirtschaftliche Gründe.

Die Non-Compliance-Behandlung bedeutet eine Entlastung der kleinen Patienten, der Krankenkassen und nicht zuletzt auch der Eltern, die nicht ständig die Einhaltung der Tragezeiten bei ihren Kindern kontrollieren müssen. Die große Beliebtheit der herausnehmbaren Zahnspange in Deutschland ist dagegen nur unserem Abrechnungssystem geschuldet, das lange, wenig intensive Behandlungen besonders gut honoriert.

Typische Non-Compliance (Nicht-Mitarbeits-) Zahnspangen sind beispielsweise:

Jasper Jumper zur Bissverschiebung
Jasper Jumper zur Bissverschiebung
Distal Jet zur Rückbewegung oberer Seitenzähne ohne Headgear (Außenbogen)
Distal Jet zur Rückbewegung oberer Seitenzähne ohne Headgear (Außenbogen)
Pendex-Zahnspange zur Rückbewegung oberer Seitenzähne ohne Headgear und gleichzeitiger Verbreiterung des Oberkiefers
Pendex-Zahnspange zur Rückbewegung oberer Seitenzähne ohne Headgear und gleichzeitiger Verbreiterung des Oberkiefers
Lip-Bumper zum Platzhalten und -gewinnen
Lip-Bumper zum Platzhalten und -gewinnen
Gaumenbügel zum Rotieren und Halten der oberen ersten Molaren
Gaumenbügel zum Rotieren und Halten der oberen ersten Molaren
unterer Lingualbügel zum Halten unterer Seitenzähne während des Zahnwechsels
unterer Lingualbügel zum Halten unterer Seitenzähne während des Zahnwechsels

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