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bei privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen

Kieferorthopädie Kosten

Kieferorthopädie Kosten in der gesetzlichen Krankenversicherung

Bis zum 18. Geburtstag ist kieferorthopädische Behandlung ab einer gewissen Ausprägung der Befunde durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) abgedeckt. Die Ausprägung der Befunde wird nach den kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) eingestuft: z.B. zahlt die gesetzliche Krankenversicherung, wenn zwei Frontzähne mehr als 3mm zueinander schief stehen, oder wenn der Überbiss der Schneidezähne größer als 6mm ist. Die Behandlung kleinerer Fehlstellungen ist privat zu tragen. Die Einstufung übernimmt der Kieferorthopäde.

Die GKV zahlt nur einfache Standardleistungen, die mit den Worten „zweckmäßig, wirtschaftlich, ausreichend“ beschrieben werden. Die Kieferorthopädie hat jedoch in den letzten Jahrzehnten eine rasante Entwicklung durchgemacht und bietet viele moderne Behandlungsmöglichkeiten, die durch die GKV nicht abgedeckt sind. Genau genommen ist eine moderne, effiziente kieferorthopädische Behandlung zum Kassenpreis von durchschnittlich ca. 3000€ heute nicht mehr möglich, wenn man bedenkt, dass vor 1990 noch real die doppelte Summe gezahlt wurde. Deshalb berechnen fast alle Kieferorthopäden bei gesetzlich Versicherten private Zusatzkosten, die von wenigen Hundert bis zu über 3000€ reichen können. Leider ist es für die Patienten fast unmöglich, das Verhältnis zwischen den geforderten Preisen und der gebotenen Leistung zu durchschauen. Hier ist ein intransparenter Markt für Zusatzleistungen entstanden.

Wir bieten mit 1600€ Zuzahlung eine optimale kieferorthopädische Behandlung für gesetzlich Versicherte: fast ausschließlich festsitzende Apparaturen, sehr kurze Behandlungszeit, wenig Ärger, Top-Ergebnisse. Wollen Eltern diese Zuzahlung nicht leisten, bieten wir selbstverständlich eine kieferorthopädische Behandlung ohne Zuzahlung an, die sich dann natürlich streng an den Vorgaben der GKV – zweckmäßig, wirtschaftlich, ausreichend – orientieren muss. Das bedeutet in der Regel, dass ein größerer Anteil der Behandlung mit herausnehmbaren Apparaten bestritten wird, und die Behandlungsdauer nähert sich der in Deutschland üblichen Zeit von 3-4 Jahren an.

Kieferorthopädie Kosten in der privaten Krankenversicherung

Früher herrschten in der privaten Krankenversicherung (PKV) paradiesische Verhältnisse. Die PKV bot ihren meist jungen, gesunden und gut verdienenden Versicherten für wenig Geld einen hervorragenden Vollkaskoschutz, bei dem kaum auf Wirtschaftlichkeit geachtet wurde. Diese Zeiten sind aber vorbei: heute prüft die PKV zunehmend, ob eine Behandlung überhaupt erstattet wird und vor allem auch in welcher Höhe. Dabei gibt es zwischen den rund 50 PKVen in Deutschland große Unterschiede im Erstattungsverhalten, die von weiter bestehender Großzügigkeit bis zur Ablehnung von allem Möglichen unter bewusster Verletzung der Rechtslage reichen können. Bei Erwachsenen verlangt die PKV grundsätzlich immer die diagnostischen Unterlagen zur Begutachtung, bei Kindern greift dies aber auch zunehmend um sich. Die von der PKV beauftragten Gutachter sind natürlich nicht neutral, sondern stehen in einem Dienst- oder Auftragsverhältnis zur PKV – und so sehen die Gutachten dann auch oft aus. Öfter als zur Bestreitung der Behandlungsnotwendigkeit kommt es in der PKV zu Scharmützeln über die Höhe der Abrechnung, insbesondere die Steigerungsfaktoren und ihre Begründungen. Gerne wird die Erstattung von Leistungen auch verweigert mit den Vorwänden, diese seien nicht medizinisch notwendig oder – sehr beliebt – nicht abrechenbar, also der Arzt dürfe die Leistung nur kostenlos erbringen. Diese Auseinandersetzungen sind für Ärzte und Patienten leider zunehmend belastend. Um den genauen Erstattungsumfang für eine kieferorthopädische Behandlung zu erfahren, muss man daher immer einen Behandlungsplan vom Kieferorthopäden erstellen lassen und der PKV einreichen. Ohne Behandlungsplan erhält man nur allgemeine und unverbindliche Auskünfte.

In der PKV kann nach der geltenden Gebührenordnung ein Vielfaches wie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgerechnet werden (allerdings wird dieser Unterschied in den letzten Jahren durch private Zuzahlungen in der GKV geringer). Durch die abnehmende Erstattungsbereitschaft der PKV müssen sich privat Versicherte zunehmend daran gewöhnen, dass ein gewisser Teil der Kosten von ihnen privat zu tragen ist. Die Behandlungskosten können von 1000€ für die Begradigung zweier Frontzähne bis weit über 10000€ für komplexe Behandlungen erwachsener Patienten reichen.

Selbstzahler

Tritt weder eine gesetzliche noch eine private Krankenversicherung für die kieferorthopädische Behandlung ein, wie es zunehmend der Fall sein wird, so ist der Patient Selbstzahler und kann den Preis der Behandlung ohne Rücksicht auf irgendwelche Kostenträger und deren Bürokratie frei vereinbaren. Da es bei Selbstzahlern für den Arzt keinen Schriftverkehr mit Kostenträgern und eine vereinfachte Abrechnung gibt, sind Selbstzahler in den Praxen gerne gesehen und können gelegentlich mit einem etwas günstigeren Preis rechnen, als er in der PKV üblich wäre.

Aktuelles

Dr. Madsen im Stern vom 18.07.2019

Im Mitte Juli erschienen Nachrichtenmagazin Stern erschien ein längerer Artikel, der sich kritisch mit der kieferorthopädischen Versorgung in Deutschland auseinandersetzte. Es geht wie immer um die

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